3 hilfreiche Kreativitätstechniken

Marketing erfordert zuweilen kreatives Denken. Doch da Kreativität sich nicht auf Knopfdruck generieren lässt, gibt es Techniken und Methoden zur Förderung und Erzeugung.

Ziel ist es unter Einsatz von Kreativitätstechniken neue Ideen zu entwickeln und bestehende Probleme zu lösen. Sei es bei der Entwicklung neuer Produkte, eines Claims oder bei der richtigen Vermarktung von Kampagnen.

Die im Folgenden beschriebenen Methoden eignen sich dazu, Probleme zu präzisieren, die die Ideenfindung und den Ideenfluss Einzelner oder auch von Gruppen zu beschleunigen, die Suchrichtung zu erweitern und gedankliche Blockaden aufzulösen.

 

Was blockiert Kreativität?

In den meisten Fällen ist es die Zeitfalle eines übereilt disponierten Meetings. Im Vorfeld hat keiner der Teilnehmer Zeit gehabt sich ausreichend mit der Thematik auseinanderzusetzen, der findigste Mitarbeiter traut sich nicht seine Ideen hervorzubringen und die nebenher zu bearbeitenden E-Mails stören den Konzentrationsfluss.

Wurde die Aufgabenstellung dann noch für den letzten Mitarbeiter wiederholt und alle Handys ausgeschaltet, sind die 30 der im Vorfeld eingeräumten 60 Minuten bereits verstrichen.

Was dann folgt, nenne ich gerne die Brute-Force-Taktik. Der Produktmanager insistiert. Für irgendwas muss das Meeting ja gut sein – es wird Druck aufgebaut.

Krampfhaft wird nun versucht die Ideen des Wettbewerbers zu adaptieren und elegant auf das eigene Unternehmen umzumünzen. Da hierdurch – verständlicherweise – kein innovativer Ansatz gefunden werden kann, einigt man sich auf einen Folgetermin in gleicher Konstellation. Das Ergebnis: nichts, nada, niente.

Aus diesem Grund möchte ich nachfolgend drei erfolgreiche Kreativitätstechniken aufzeigen, die an die soeben erwähnten Blockaden anknüpfen und bei der Elimination genannter helfen können.

 

1. Brainstorming

Das Brainstorming ist der Klassiker unter den Kreativitätstechniken. Alle Teilnehmer werfen ihre Ideen in den Raum, ein Moderator hält sie fest. Wichtig sind:

 

– Eine fähigen Moderator

– Alle Teilnehmer sind gleichwertig zu behandeln

– Eine stressfreie und entspannte Atmosphäre

 

Hierbei gelten vor allem folgende Grundsätze:

 

– Quantität vor Qualität

– Keine Kritik, keine Bewertung

– das Aufgreifen und Weiterentwickeln der Ideen anderer ist erlaubt

– Assoziieren und phantasieren ist erwünscht

 

2. Die 6-3-5 Methode

Bei Anwendung der 6-3-5 Methode erhalten sechs Teilnehmer jeweils ein DIN A4 Blatt. Dieses wird mit drei Spalten und sechs Zeilen in 18 Kästchen aufgeteilt. Jeder Teilnehmer wird aufgefordert, in der ersten Zeile drei Ideen (je Spalte eine) zu formulieren. Nach angemessener Zeit – je nach Schwierigkeitsgrad der Problemstellung etwa drei bis fünf Minuten − wird das Blatt von allen gleichzeitig, im Uhrzeigersinn weitergereicht. Der nächste Teilnehmer versucht nun, die bereits genannten Ideen aufzugreifen, zu ergänzen und weiterzuentwickeln.

Mit dieser Methode entstehen innerhalb von 30 Minuten 108 Ideen: 6 Teilnehmer × 3 Ideen × 6 Zeilen. Im Anschluss werden die erfolgsversprechendsten Ideen besprochen und ausgearbeitet.

 

3. Mindmapping

Formal gesehen bestehen Mind-Maps aus beschrifteten Baumdiagrammen. Mindmapping lässt sich mit Brainstorming vergleichen. Allerdings werden die Ideen nicht nur gesammelt, sondern mit Hilfe einer grafischen Darstellung auch zugeordnet. Alles, was Sie brauchen, ist ein Blatt Papier und ein Stift.

In der Mitte des Papiers befindet sich die Fragestellung oder das Schlüsselwort. Davon ausgehend werden nun sogenannte Zweige gebildet mit deren Hilfe die Ideen zusammengefasst und verknüpft werden. Wie bei einem Baum entstehen dadurch Äste und weitere Verzweigungen, die an der jeweiligen Idee entlang wachsen. Durch die Zuordnung lassen sich im Nachhinein die einzelnen Gedankengänge rekonstruieren.